Berichte von 04/2013

Amazonas here I come

26April2013

Die Woche war sehr entspannt für mich. Wir hatten Dienstag und Donnerstag kein Portugiesisch, da an den beiden Tagen eine Portugiesisch-Prüfung für Ausländer zertifiziert von der Regierung geschrieben wurde und dafür unsere Räumlichkeiten verwendet wurden. Dienstag hatte ich dann das erste Mal Cultura, comunicacao e sociedade und die Professorin ist auch tatsächlich gekommen. Eine schräge Frau. Etwa um die 60, eine pinke Blume im grauen Haar, ein pinkes Oberteil, Leggings, Rock und Dock-Martins Boots in lila... das war wirklich ein Anblick. Dann gab es mal wieder eine Vorstellubngsrunde und sie wollte nicht nur wissen, wer wir sind, woher wir kommen und wer unsere Vorfahren sind, sondern fragte auch nach unserem Musikgeschmack. Das hat mich dich etwas gewundert und zum schmunzeln gebracht...Literatur ist diese Woche schon ausgefallen, sodass ich echt viel Zeit hatte.

Die Fußballhighlights sind hier auch nicht an mir vorbei gegangen. In jedem Lokal und an jeder Ecke wurden die Champions League Spiele übertragen und man hat unglaublich viele Dortmund und Bayerntrikots auf der Straße gesehen. Ich habe mir die beiden Spektakel im Fitnessstudio angeschaut und die sportelnden Leute dachten wahrscheinlich, ich bin etwas verrückt :)

Seit gestern bin ich nun offiziell in der Uni. Da habe ich meine fertige Matricula abgeholt, den Studentenausweis, mit dem ich mich jetzt identifizieren kann und viele Rabatte, wie in Deutschland auch, bekomme. Ich habe dann gestern schon meine Portugiesisch-Klausur geschrieben, die recht einfach war zum Glück, außer das Hörverstehen, und eine Präsentation über eine Reise gehalten - Namibia, natürlich! Davor hat die Amerikanerin von ihrem Halben-Jahr-Trip durch Amerika, Europa, Türkei, mit einem Schiff nach Guadaloupe über die Dom.Rep. und Puerto Rico nach Amerika zurück erzählt, unglaublich interessant. Nach der Stunde hatten wir ein Tandem-Treffen. Ich habe mich für das Progrmm beworben, da ich dass eine wunderbare Idee finde. Ich kann mien Portugiesisch verbessern und einer anderen Person Deutsch näher bringen. Ich habe ein sehr nettes Mädchen "bekommen". Wir haben uns auf anhieb verstanden und als wir dann zusammen gegangen sind, hat sich herausgestellt, dass sie an der FAE (der Uni wo meine deutschen Freunde studieren) genau das selbe wie die Deutschen studiert und bald für 1,5 Jahre nach Münster geht! Was für Zufälle es immer wieder gibt, das fand ich echt lustig! So klein ist die Welt manchmal...Wir werden uns wahrscheinlich ein Mal wöchentlich Treffen und ich werde ihr dann auch die Deutschen mal vorstellen, so hat sie schon Ansprechpartner für ihre Münsterzeit.

Jetzt heißt es packen!!!!!! Ich bin unglaublich aufgeregt auf meinen Amazonas Trip. Heute Nachmittag geht mein Flug über Brasília nach Manaus und morgen früh starte ich die 6-tägige Jungle-Tour! Ich werde versuchen so viele Fotos wie möglich zu machen und euch mit einem ereignisreichen, lebendigen und wundervollen Bericht an meiner Reise teilhaben lassen! Bis in einer Woche!

Alltag

21April2013

Jetzt habe ich hier meinen Alltag erreicht. Uni, Portugiesischunterricht, Sport... Langsam wird das Leben hier zur Routine, aber natürlich immer wieder mit Überraschungen und Unterschieden. 

Das Wochenende habe ich ganz entspannt bei wundervollem Wetter genossen. Wir haben strahlend blauen Himmel bei etwa 28 Grad und erfreuen uns an jedem Sonnenstrahl, den wir bekommen können- bevor hier bald der Herbst zu Winter wird. So war ich am Samstag mit Luana, Tess und Anna im Jardim Botanico und wir haben uns entspannt auf die Wiese gelegt inmitten der ganzen Familien, verliebten Päärchen und anderen Sonnelüsternden. Es war herrlich.... Wir haben ein Eis gegessen und den Moment genossen; hier gehe ich viel seltener raus als in Deutschland. Die Großstadt bietet da nicht so viele schöne Plätze und Wiesen, obwohl Curitiba zu den grünsten Städten Brasiliens gehört und wirklich viele Parks hat. Aber man muss doch immer ein Stück fahren um die "Natur" zu genißen. Den Tag haben wir dann hier in der WG mit Pfannkuchen - oder eher Galettes, da sie salzig waren - und Caipirinhas beendet.

Gestern wurde ein Churrasco von den CALA Studenten, also den ganzen Deutschen die ich hier kenne, organisiert. CALA steht für Carrera Alemanha - Latinoamericana de Administracao (Deutsch-Lateinamerikanischer Studiengang BWL) und sowohl deutsche kommen hier nach Curitiba für 1,5 Jahre um einen Doppelbachelor zu machen, genauso wie Brasilianer nach Deutschland kommen. So waren wir bei einem der Brasilianer zu Hause, der ein Stück vom Zentrum entfernt in einerm wunderschönen Haus wohnt. Wir waren ziemlich beeindruckt - es war sehr groß, geschmackvoll eingerichtet und dekoriert. Ein wenig amerikanisch. Wir kamen in einen großen Raum mit Galsfront zum Garten, der schon voll mit anderen Freunden war. Dies war der Churrasco-Raum. In der Mitte war ein großer Churrasco, umgeben von einer Bar, Sofas, Tischen und draußen auf der Terasse stand das eiskalte Bierfass (hier wird dass Bier immer auf -7 Grad oder so gekühlt, wirlich kalt...) Wir haben 40 Reais, also etwa 16 Euro gezalht, und konnten dafür so viel essen und trinken wie wir wollen. Im Preis waren 15 kg FLeisch, Käse, Baguett, vrschiedene Satalte, Nachtisch, alle möglichen Drinks und einen Grillmeister und eine Frau, die bedient und aufgeräumt hat. Unglaublich!!! Es war ein fantastischer Nachmittag und Abend dort, ich habe viele viele neue Leute getroffen, mich auf anhieb gut verstanden und wir hatten viel Spaß und haben viel gelacht. Viele interessante Menschen waren dabei, die schon die unterschiedlichsten Dinge erlebt haben. Und auch hier wurde ich wieder unfassbar herzlich aufgenommen und integriert. Erst um Mitternacht hat sich das Churrasco aufgelöst und wir sind alle gut angeheitert von vielen Caipirinhas, nach Hause gefahren.

Heute ging meine zweite normale Uniwoche los und ich bin gespannt, ob ich morgen früh um 7.30 Uhr wieder um sonst in die Uni gegangen bin oder der Kurs wirklich statt findet!

Uni just started....

16April2013

Gestern hat auch hier die Uni angefangen. Jetzt besteht mein Stundenplan nicht mehr nur aus den täglichen Portugiesischstunden, sondern wird durch drei Fächer erweitert. Montags habe ich nachmittags, sodass ich da nicht zu Portugiesisch gehen kann, Einführung in die Kunstgeschichte. So fing meine brasilianische Unierfahrung also gestern an. Ich kam etwas früher und wurde zum Saal geführt, da saßen schon so einige Studenten im Stuhlkreis und die Professorin redete. Zu früh anfangen, sehr untypisch für Brasilien. Doch meine Kunstgeschicht-Professorin ist Deutsche. Erklärt vielleicht die Pünktlichkeit. Zunächst sollten sich alle vorstellen und da niemand anfangen wollte, meldete ich mich. Ich erzählte, dass ich deutsche Austuaschstudentin bin und woher ich komme, was ich mache und warum ich in dem Kurs bin. Sie schien sofort freudig darüber, denn sie fing ständig an, auf deutsch zu reden. Die wohnt seit etwa 10 Jahren in Curitiba, ist mit einem Brasilianer verheiratet, die beiden haben zwei Töchter, sie kommt ursprünglich aus Hannover und hat 2000 ihren Master in Münster absolviert. Nachdem sich alle vorgestellt haben - der Durchschnitt ist 17 und 18 Jahre alt!!!! - erzählte sie ein wenig von sich, wie sie nach Brasilien kam, warum sie brasiliansiche Kunst als Doktorthema gewählt hat, und dass sie in ein Projekt hier involviert ist - Biennale von Curitiba - was wohl sehr umstritten ist, doch sie sehr gut leitet und somit dieses Jahr viele internationale Künstler gewinnen konnte. Also eine sehr interessante Person. Dann hat sie noch kurz in das Thema und den Semesterplan eingeführt und dann war die Stunde auch schon um. Ich war heilfroh, denn ich habe alles unglaublich gut verstanden und bin mit der Motivation für die nächste Stunde nach Hause gegangen.

Hier hat man normalerweise morgens oder abends Unterricht, dass heißt entweder von 7.30-9.30/9.30-11.30 oder 18.30-20.30/20.30-22.30. Zu den Zeiten finden auch meine beiden anderen Kurse statt, leider!! So bin ich heute morgen um 6.15 aufgestanden, war unglaublich müde, aber pünktlich in der Uni (die ja eine halbe Stunde Fußweg entfernt liegt) und bin ins Sekretariat der Sozialwissenschaften gegangen, um nach dem Raum zu fragen, in dem mein Kurs "Comunicacao, Cultura e Sociedade" statt finden soll. Die Dame dort hat mir netterweise den Raum gezeigt und um 7.30 war ich die einzige dort. Nach 5 Minuten kam zum Glück ein Mädchen, die den gleichen Kurs macht und meinte, dass die Professorin wahrscheinlich erst um 8 Uhr kommt und uns dann sagen wird, dass wir immer zu der Uhrzeit anfangen - die Stunden hier gehen auch nur 1,5 Stunden wie in Deutschland, man hat nur nicht das geregelte akademische Viertel hier! So trudelten nach und nach Studenten ein, aber keine Professorin. Um 8.15 gingen die ersten dann auch schon wieder und um 8.30 waren wir beide die letzten im Raum. So entschlossen wir zum Sekretariat zu gehen und nachzufragen, wo dei Professorin ist. Dort meinte die gleiche Frau, die mir den Raum netterweise gezeigt hat, dass sie glaubt, der Kurs fängt noch nicht an. So zeigt sie uns einen Zettel neben ihrem Schreibtisch, auf dem steht, dass der Kurs erst nächste Woche anfängt. Ich war sprachlos! Erst zeigt sie mir den Raum, lässt mich da eine Stunde warten und erzählt dann erst, dass die Stunde gar nicht statt findet. Sondern erst ab nächster Woche!!!!! Willkommen in Brasilien!!!!!!

Heute Abend hatte ich einen Kurs in Literaturwissenschaften. In "Literatura brasileira - Guimarães Rosa- behandeln wir an hand von 20 Kurzgeschichten Rosas die Modernisierung Brasiliens. Die Stunde hat diesmal pünktlich um 18.30 angefangen und der Professor schein mehr als motiviert zu sein. Er ist von einem Thema zum nächsten gesprungen, hat von verschiedenen Schriftstellern, Ländern, Themen etc gesprochen, die alle zusammenhängen sollen und ich habe dabei seinem Pfaden so einige Male nicht gut folgen können, mit meinem Portugiesisch. Aber mal sehen. Ich bin gespannt wie sich der Kurs entwickelt, wie einfach oder schwer die Texte zu lesen und verstehen sind und wie ich ihn am Ende des Semesters verstehen werde!

Die beiden Kurse habe ich am Donnerstag noch Mal, zu den anderen Uhrzeiten - also Comunicacao, Cultura e Sociedade vom 9.30-11.30, was deutlich humaner im Anbetracht des Aufstehens ist und Literatura brasileira von 20.30-22.30 was unglaublich qualvoll für mich werden wird, denn ich bin absolut nicht der Abend-Uni-Lern-Typ! Mittwochs und Freitags habe ich nur Portugiesisch, worüber ich sehr froh bin, denn ich denke dass einiges an Arbeit auf mich zukommen wird!!

Seit heute bin ich auch eine offizielle cidadã (Bürgern) Curitibas. Ich war heute bei der Policía Federal, die mal ausnahmsweise nicht brasilianisch war: Ich war früher da, kam sofort dran und hatte eine reizende Frau, die mir all meine tausend mitgebrachten Dokumente abnahm, überprüft hat, in den Computer getippt hat und nachdem ich jeden Finger zwei-mal in Tinte gesteckt habe und Abdrücke gegeben habe, habe ich einen offiziellen Ausweis der Brasilianer erhalten und somit mein Visum anerkannt bekommen, dafür bin ich auch noch Mal um 80 Euro ärmer geworden. Das lusitge heute war, dass sie sich an all meine deutschen Freunde hier, bei denen ich gewohnt habe, verreise, viel unternehme, mit Namen erinnern konnte...

International Party of Appetizers

14April2013

Gestern Abend waren unsere Köche wieder fleißig. Hier wurde eine Party organisiert, die dem Venezuelaner ein wenig Geld einspielen sollte - ob das wirklich im Plus geendet ist, bezweifel ich...

 

Ein Saal in unserem Haus wurde gemietet und den ganzen Tag gekocht, eingekauft, dekoriert und zubereitet. Etwa 70 Leute hatten zugesagt und 20 verschiedene Appetizer wurden kreiert. Von Minihamburger über Tomate-Mozzarella-Sticks bis zum Sushi. Es sah wirklich toll aus, doch bei so vielen Leuten konnte der Hunger mit Appetizern glaube ich nicht ganz gestillt werde. Die Leute zahlten ein wenig "Eintritt" und durften dafür so viel Essen und Trinken wie sie wollten. Und alles ging weg. Es war ein sehr lustiger Abend, ich habe viele neue Leute kennengelernt und mich gut unterhalten aber dafür vom Essen nicht allzuviel abbekommen leider. Meine Mitbewohner, die Organisatoren, hatten auch ihren Spaß und standen nicht nur in der Küche. Ich glaube es war ein sehr gelungener Abend für sie.

Morgen geht die Uni los... Ich bin sehr gespannt wie mein Auslandssemester sein wird!!

Oil Man

12April2013

Heute habe ich etwas gesehen, was ich bisher nicht zu Glauben vermocht habe. Mir wurden die Geschichten über den Oil Man in unserem Portugiesisch-Kurs erzählt, Fotos gezeigt doch ich dachte immer, dass ist ein Karnevalsgag oder ein Halloween-Spaß. Doch heute wurde ich des Besseren belehrt. Ich bin durch die Innenstadt gelaufen und auf ein Mal sehe ich zwei Männer ihre Fahrräder schiebend vor mir laufen. In roten Badehöschen, ich sollte eher sagen, Slips!!!!! In roten Badehosen alias Slips!!!!! Dazu der Oberkörper glänzend, in Öl eingerieben!!! Ich wollte so gerne ein Foto machen, stellte aber fest, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte. Unglaublich, Unfassbar! Ich kann das gar nicht in Worte fassen, was ich in dem Moment dachte. Gestandene Männer fahren/laufen am helligsten Tage in knallroten Badehöschen, in Öl eingeschmiert, durch die Stadt!

 der wahre Oil Man

  seine Nachmacher

Oil Man ist ein etwa 50 Jähriger Mann, der Wissenschaftsprofessor an der Universidade Federal do Paraná (die Uni auf die ich ab Montag gehen werde) war. Zu Schulzeiten hat er wohl mit Klassenkameraden gerne Elvis Presley gesungen und sich wie er gekleidet, sie traten kurz nach Elvis Tod auf der Geburtstagsfeier des Direktors auf, was sogar in den Lokalnachrichten gezeigt wurde. Er und seine Freunde verbrachten auch nach der Schule damit, Elvis Lieder zu spielen, singen und seine Filme nach zuspielen. Daraufhin begann er sich nur noch von Cola und Hamburgern zu ernähren, um zuzunehmen. Er fing an, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren. Man erzählt sich, dass er damals während seiner Dozentenzeit einen psychotischen Ausbruch hatte, da eine Studentin seine Liebe nicht erwiederte. Daraufhin trat er von seiner Professorenstelle zurück (aus gesundheitlichen Gründen) und wurde zu dem Mann, der sich mit Öl einschmiert und in einem kleinen roten Badhöschen auf dem Fahrrad durch die Stadt fährt. Man sagt, dass er sich auf diese "Rolle" fünf Jahre vorbereitet hat....

Unglaublich und unvorstellbar....aber wahr!!

Brasilianische O-Wochen

10April2013

O-Wochen.... das Highlight deutscher Studenten am Semesteranfang. Ob Erstsemester oder nicht, jeder freut sich auf die Feierwoche und neue Gesichter in den Studentenstädten. Sowas ähnliches läuft mir hier gerade auch täglich über dem Weg. Nur was sich in Deutschland eher im Nachtleben abspielt (außer die paar Infoveranstaltungen, Hochschulgruppenstände, Schnitzeljagd und was den Fachschaften so alles einfällt) geht hier bei Tageslicht zu. Und wie, die Studenten sind ganz bunt....

Ich muss beim Bildungssystem anfangen. Hier geht jeder auf eine Private Schule, der kann. Die, die es nicht bezahlen können oder nicht schaffen, gehen auf die staatlichen Schulen, die viel schlechter sind. Doch die Schule entscheidet über deinen weiteren Werdegang. Denn um in eine Universität zu kommen, muss hier jeder einen Aufnahmetest absolvieren. Die privaten Schulen breiten einen super auf diesen Test vor, die staatlichen nicht. Doch wer es im Studium schaffen will, braucht den Test. Und das kontroverse ist, dass bei den Universitäten die staatlichen die Topunis sind, und nicht die Privaten. Also geht wer kann zunächst auf eine private Schule und dann auf eine staatliche Uni. Das komische dabei ist, dass in beiden Fällen unglaubliche Kosten auf die Eltern zukommen. Entweder zunächst die Privatschule, oder dann die Privatuni. In der Privatschule wirst du mehr gefördert, während dir in der Privatuni bessere Noten gegeben werden, da du ja bezahlst. Den Profs ist dabei wohl relativ egal, wie gut du bist, sogut wie jeder besteht! 

Also, zurück zur O-Woche: Wer den Aufnahmetest für die staatliche Uni bestanden hat, ist außer Rand und Band. Und so werden auch sie in die Gemeinschaft der Universität aufgenommen. (Wie das in den Privatuniversitäten abläuft, weiss ich leider nicht... Die O-Wochen heißen hier "trote" und heißt die "calouros" willkommen. Normalerweise läuft das so ab: Die älteren Semester "veteranos" des Studiengangs stürmen die erste Stunde der Calouros und nehmen sie mit auf den Campus. Dort gibt es eine riesen Farb-Bomben-Schlacht. Alle sind über und über bunt, Farbe klebt in den Haaren, im Gesicht, auf den Klamotten. Wer nicht genug hat, bemalt sich noch extra und viele schreiben sich den Universitätsnamen und/oder Studiengang auf die Wangen. So bunt gehen die Studenten dann um Geld betteln, welches sie den Veteranos geben. Diese kaufen davon dann Bier (oder auch andere alkoholische Getränke) und dann wird gemeinsam getrunken und gefeiert. 

Aber dieses Ritual des "trote" ist hier sehr umstritten. Nicht jede Fakultät unterstützt die O-Woche, denn oft sind die auch sehr gewaltsam und es sterben sogar Studenten!!! Dies kann passieren, wenn die Veteranos mit den Calouros zusammen in eine Art Freiluft-Fitnessstudio/Park gehen und z.B. ein betrunkener Student ins Schwimmbad geworfen wird, mit dem Kopf blöd aufkommt.... Den Rest kann man sich ja denken. Meine Portugiesischlehrerin hat mir vorhin von einem anderen Fall erzählt. Eine Fachschaft hatte eine Statue gebaut, als Symbol des Studiengangs. Ein Erstsemestler hat diese (ausversehen) kaputt gemacht und wurde die ganze Nacht -aus Spaß natürlich- an eine Säule gefesselt und von den älteren Studenten geschlagen. Unglaublich, aber solche Sachen passieren hier auch.

Es kann aber auch ganz ruhig zugehen und es werden sportliche Events veranstaltet, man geht zu Blutspenden oder macht andere humanitäre Dinge. Das hat wiederum so gar nichts mit der deutschen Vorstellung der O-Wochen zu tun, ist aber eine tolle Sache, wie ich finde. Genauso gibt es aber auch Infoveranstaltungen der Lehrer wie bei uns oder ruhige Kennenlernveranstaltungen. Was ich sehr schön finde ist, dass jeder auch einen "Harry Potter" Umhang, wie bei den Amerikanern, bekommt. Damit identifiziert man sich mit seiner Fachschaft und geht sogar damit feiern.

Ich wünsche allen eine tolle Partywoche in den deutschen Studentenstädten :)

Ein entspanntes Ess-Wochenende mit Überraschungen

07April2013

Dieses Wochenende stand mal keine Reise an. Das ist auch gut so, denn nicht nur das Konto leidet sondern auch mein Schlafrythmus! So sind wir entspannt in Curitiba geblieben und haben nicht viel gemacht außer zu kochen und zu essen.

Meine beiden Chefkoch-Mitbewohner hatten Donnerstag und Freitag ihre ersten Prüfungen, sodass am Donnerstag auf einmal die Küche von 5 übenden Köchen besetzt war. Sie haben zwei ganze Hühnchen auseinander genommen und zu einem Essen zubereitet. Das ganze hat etwas länger gedauert, als ich gedacht habe und so hat sich unser Hunger ziemlich schnell vermehrt. Als kleine Dégustation wurde dann ein kleiner Teller mit Hühnchenfleisch rumgereicht. Es wurde aber nicht verraten, welcher Teil des Tieres da auf uns wartete. Die Herzen waren es zum Glück nicht, das habe ich erkannt! So blickte ich mit einem etwas mulmigen Gefühl auf das Sückchen Fleisch und war nicht sonderlich, bis gar nicht, von dem Geschmack begeistert. Es war die Leber.... Gegen Mitternacht war dann das Hähnchen zubereitet, mit Kartoffeln im Ofen geschmort und Brötchen als Beilage. Brötchen sind hier oft beim Essen dabei. Dann ist mir ein ziemlich großer Fauxpas passiert. Der Freund von der Mexikanerin, mit der ich zusammen lebe, war schon etwas betrunken und hat auf eine leere Weinflasche ein Stück Brötchen gesteckt. Ich habe ihn daurafhin gefragt, was mit dem Brötchen passiert ist. Nur leider habe ich "Pão" nicht nasaliert sondern "Pau" ausgesprochen. Alle starrten mich etwas entsetzt, fragend und ungläubig an. Die Mexikanerin war am wenigsten begeistert. Ich habe leider absolut nicht verstanden, was ich falsch gemacht habe und habe mehr mals nachgefragt, weil alle rumgedruckst haben... "Pau" bezeichnet das männliche Geschlechtsteil. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken, besonders weil ich so vorgeführt worden bin und keine Ahnung hatte.... Glücklicherweise wurde darüber gelacht und das Thema recht schnell beendet!

Freitag Nacht hatte Katty, die Venezuelanerin der die Wohnung gehört, eine Putzwahn. Ich habe tief und fest geschlafen, aber sie muss von 2 Uhr Nachts bis 10 Uhr morgens die komplette Wohnnung alleine geputzt haben. Sie wollte keine Hilfe, sie mag das... Da sagt man natürlich nicht nein. Als ich irgendwann früh morgens ins Bad musste habe ich einen riesen Schreck bekommen, denn ich bin auf der Toilettenschüssel eingesackt. Da hat sie allen Ernstes eine neue Toilettenbrille gekauft, die gepolstert ist!! Ich konnte es nicht fassen und als ich ihr von meinem kleinen Morgenshock erzählt habe, war sie ganz begeistert von ihrer neuen Inverstition... 

Der nächste Schock folgte Samstag Morgen. Luc, die Mexikanerin, ist mit ihrem Freund, den sie seit einer Woche hat, weggefahren. Katty erzählte uns daraufhin, dass die beiden sich vor 3 !!!!!!!! Tagen verlobt haben und sie dieses Wochenende zu seinen Eltern fahren damit sie sich kennen lernen. Luana und ich standen fassungslos in der Küche. Nach 4 Tagen Beziehung die Verlobung. Hier passieren Sachen, unglaublich!!!!

Abends hatte Katty uns Deutsche zu einem Ceviche Essen eingeladen, denn wir hatten damals beim Hamburgeressen zwei Weinflaschen mitgebracht, was sie aber nicht mitbekommen hatte. So wurden wir als Dankeschön auf ein peruanisches Fischgericht mit der Weinverköstigung eingeladen. Sie hat sich als Köchin verkleidet. Ich konnte es im ersten Moment nicht glauben und musste mir ein Lachen verkneifen, aber sie hat es wirklich Ernst gemeint und sich die Chefkochuniform ihres Freundes angezogen. Um 19 Uhr sollten die anderen zu uns kommen, aber vor 23 Uhr war das Essen noch gar nicht fertig- so ist das in Brasilien! Wir mussten echt auspassen, dass uns der Wein nicht den Appetit nimmt. Doch zum Glück gab es schon ein wenig Knoblauchbrot mit einer sehr köstlichen Parmesan-Öl Marinade. Als das Essen auf dem Tisch stand war sie so gut wie unsere Alleinunterhalterin. Das kann sie sehr gut!!! Ich glaube man bräuchte gar nicht mit ihr reden und ihr fallen tausende Sachen zum erzählen ein. So hatten wir ein sehr lustiges Unterhaltungsprogramm bei köstlichem Essen! Ein sehr netter Abend.

Heute ging es mit den kulinarischen Highlights auch gleich weiter. Mein erstes Rodízio! Für einen Preis so viel essen wie man möchte. Dies geschah heute! Wir sind als deutsche Gruppe zu einem Rodízio de Pizza gegangen. Zunächst durften wir uns unseren liebsten Pizzas bestellen und die wurden dann nach und nach gebracht und man konnte sich von einer Platte das Stück geben lassen, was man wollte, oder eben auch nein sagen. Irgendwann als es voller wurde kamen sie immer mit verschiedenen Pizzen rum. Zum Glück sind die Pizzen auf einem sehr feinen, dünnen Boden mit dafür üppigem Belag in dünnen Stücken zubereitet, sodass man auch ordentlich was probieren kann. Irgendwann konnte ich nicht mehr mitzählen... Aber das verrückteste kam noch. Nach den salzigen Pizzen wie wir sie auch aus Deutschland, Italien und der Welt kennen gab es süße Pizza: Pizza mit Schokolade und Bananen oder Erdbeeren, Schokolade und Maracuja, Schokolade und Smarties, mit Apfel oder Banane und einer Zimtcrumbledecke (es schmeckte wie Applecrumble!!!) und ich weiss nicht was. Unfassbar! Das war ein wirklich schräges Erlebnis. Aber es hat geschmeckt und wir sind alle zurückgerollt! 

Nun wartet wieder eine normale Woche auf mich mit Portugiesisch und vielleicht neuen Überraschungen!

Vollzählig

03April2013

Gestern ist Luana eingezogen. Endlich. Jetzt sind wir in unserer WG vollzählig und haben eine internationale Truppe zusammen :) Dadurch wird mein Portugiesisch unglaublich vorangetrieben und ich verstehe mehr und mehr und das Sprechen kommt bestimmt auch, nur das ich es noch nicht so sehr merke. Ich freue mich, dass Luana eingezogen ist, denn vor dem Wochenende stand das alles schon wieder auf der Kippe. Eine der Französinnen, mit der ich hier damals zur Wohnungsbesichtigung war, ist noch Mal gekommen um sich das Zimmer anzuschauen (die beiden finden wohl nichts zu zweit, oder die andere scheint sehr kompliziert mit ihren Vorstellungen für eine Wohnung zu sein...) und Katty, die Venezuelanerin die hier alle Zimmer in unserer Wohnung vermietet, meinte, wenn sie ihr am gleichen Abend zusagt, würde die Französin einziehen können. Ich war unglablich ungläubig, denn sie hatte Luana schon zugesagt und mit ihr ausgemacht, dass sie am 1.4. einzieht. Ist das normal in Lateinamerika so sprunghaft Abmachungen zu brechen? Ich weiss es nicht... aber glücklicherweise hat die Französin sich nicht mehr gemeldet (nicht falsch verstehen, sie ist wirklich ein sehr nettes, offenens Mädchen!!) und Luana hat das Zimmer doch bekommen. So weit ich weiss, wusste Luana sogar gar nichts davon, dass sie eventuell doch nicht das Zimmer bekommt... 

Am Montag hat auch schon mein nächster Portugiesischkurs angefangen, der so gut wie aus den gleichen Leuten besteht, nur noch ein paar Latinos sind dazu gekommen... Gerade macht es echt Spaß und ich gehe gerne zum Unterricht. Auch weil wir zwei tolle Lehrerinnen haben, eine vom letzten Mal und die andere ist die Koordinatorin, mit der ich auch mein aller erstes Gespräch über Passau und meine Portugiessichlehrerin gehalten habe, die sie kennt. Unter uns Schülern verstehen wir uns auch mittlerweile echt gut und haben eine sehr harmonische Atmosphäre in der Sprachschule!

Gestern habe ich mir eine 6-tägige Jungle-Tour gebucht. Ende April fliege ich in den Amazonas und werde das wildlife erkunden. Ich freue mich tierisch :)

Ostern in Floripa

02April2013

Nachdem ich erfolgreich meine erste Portugiesischprüfung ohne Probleme bestanden habe, konnte mein Ostertrip an den Strand losgehen. Donnerstag Morgen bin ich mit Tess und Alex für 4 Tage nach Florianópolis - Floripa genannt - gefahren. Nach 5 Stunden Busfahrt sind wir Mittags bei leicht bewölktem Himmel angekommen und mussten noch weitere 2 Stadtbusse zu unserem Hostel nehmen. Das Hostel liegt auf einer Insel vor Floripa, im Norden der Insel zwischen dem Meer und einer Lagune. Wir hatten perfekte Sicht auf das Meer und totales Glück mit dem Hostel. Zwei Freunde hatten es uns empfolen und es war total ruhig, leer, sauber, mit super Frühstück und sehr netten, etwas inkompetenten Personal. Wir haben uns Strandfertig gemacht und sind den Berg runter zur Praia Mole, die am nächsten zu uns lag, gegangen und natürlich direkt ins Meer gesprungen. Zunächst eine mehr als gute Abkühlung, dann haben wir uns an die Temperaturen gewöhnt und es war richtig angenehm. Das Wasser hat sehr unruhig und die Wellen und die Strömung irre stark, da seit Tagen viel Wind herrschte, sodass wir ziemlich gegen die Strömung ankämpfen mussten. Nach einer Minute waren wir schon um einiges nach links getrieben. Das Paradis der Surfer auf der Insel. Am Strand selber haben wir dann aber nicht mehr lange gelegen da wir ein Sandpeeling innerhalb von Sekunden hatten und durch die Wolken es dann schon frisch war. So haben wir einen Spaziergang zum anderen Ende zu Steinfelsen gemacht und uns dort ein wenig aufgehalten. Abends haben wir nur noch gemütlich im Hostel gekocht und sind danach in die "Standt" an der Lagune gegangen. Dort haben wir einen leckeren Caipi getrunken und über dies und das gequatscht. Auf unserem Rückweg folgte uns kurz vor unserem Hostel ein Backpacker den wir mit reingenommen haben, da er dort ein Zimmer beziehen sollte. Er war in dem Partyhostel gegenüber, doch die waren schon voll und haben angeblich bei uns angerufen dass er kommt. Doch bei uns war niemand mehr an der Rezeption und das Telefon kaputt, also stimmte da was nicht.. Wir haben ihn in unserem Zimmer aufgenommen, da wir zu dritt in einem Sechbettzimmer geschlafen haben, und am nächsten Morgen konnte der Holländer dann aller klären und blieb eine weiter Nacht.

Freitag sind wir früh aufgestanden, haben gefrühstückt und uns bei praller Sonne und irrer Hitze zu Dünen aufgemacht. Dort war schon richtig was los und die Leute sind mit den Sandboards die Dünen runtergeheizt. Wir haben uns auch zwei ausgeliehen und uns zum Anfängerhügel aufgemacht, den wir aber sofort wieder velrassen haben denn da kam man wirklich gar nicht voran. Nach und nach haben wir uns im Stehen probiert, was gar nicht so leicht war und man den Sand überall hinbekam. Wirklich überall!! Aber es war unglaublich witzig und wir sind abwechselnd im Stehen oder im Sitzen die Dünen runtergefahren. Eine sehr spaßige und anstrengende Sache, denn die Boards dann wieder den Sand hochzuschleppen bei der Hitze war wirklich mühsam. Ganz zum Schluss sind Alex und ich dann zusammen im Sitzen den steilsten Hügel heruntergebrettet und nach dem Aufsteig waren wir fix und fertig. So sind wir wieder zum Strand, zur Praia Joaquina, gegangen und haben uns in einer kleinen Düne einen windstillen Platz gesucht und sind erst Mal ins Wasser gesprungen und haben uns den Sand und Schweiß vom Körper gerieben. Herrlich erfrischend. Diesmal konnten wir auch schön am Strand liegen, der viel voller war, da ja jetzt Feiertag war. Viele Surfer waren wieder unterwegs und wir haben zwischendurch wieder einen kleinen Strandspaziergang gemacht um uns danach mit einer süßen brasilianischen Besonderheit - Açai mit Früchten und Granola - gestärkt. Nachmittags sind wir dann zur Lagune gegangen und haben tand-up Paddeling ausprobiert. Die Lagune ist total Windegeschützt also war das eine sehr einfache, unwackelige Sache. Es hat uns irre Spaß gemacht, war aber teilweise schon wieder zu einfach. Nur Alex hat es einmal von einem Windhauch vom Board geschmissen. Auf dem Rückweg haben wir uns noch was für unser Abendessen gekauft und im Hostel sind wir auf drei nette Leute gestoßen. Zwie deutsche Mädchen, die eine Intensivjogaausbildung in Brasilien gemacht haben und den brasilianischnen Freund der einen. Mit denen haben wir dann noch lange gequatscht und sind dann erschöpft ins Bett gefallen.

Samstag hat es geregnet. Den ganzen Tag. Wir haben den Bus in den Süden der Insel genommen und auf dem Weg einen Deutschen getroffen, der sich uns angeschlossen hat. Ein 48 jähriger Journalist aus Köln, dr gerade 3 Monate durch Brasilien reist. Eigentlich wollte er nur den Strand erkunden doch dann war er schon mit uns am Wanderweganfang und ist/kam nicht mehr zurück. Nach der ersten viertel Stunde haben wir die Aktion schon verflucht, denn der Weg ging mal wieder über Steine, Matsch und sonstige rutschige Sachen. Und anstatt 1 1/2 Stunden waren wir 3 Stunden bis zum Strand unterwegs. Auf dem letzten Stück hat es mich natürlich auch noch hingelegt und ich war voller Matsch. Am Strand war eine Surfcompetition von einer Surfschule und wir waren voller Hoffnung das ein normaler Weg vom Strand zurück führte doch fehlanzeige! Es gab zwar einen kürzeren, aber der sah genau so aus wie unser erster. Und jetzt noch mit Surfboard unter dem Arm, dass konnten wir uns gar nicht vorstellen wie die das angestellt haben. Wir waren echt am Ende denn wir hatten auch kein Proviant dabei und unser Wasser war schon früh aus. In der letzten Stunde sind wir dann auch noch so unglaublich zerstochen worden, dass meine Beine heute noch rot und geschwollen sind und jucken. WIr hatten zwar wunderschöne Aussichten auf unserem Weg, doch war das wirklich eher eine Tortur. Glücklicherweise kam direkt ein Bus den wir zurück zum Hostel nehmen konnten, und mussten nicht wie auf dem Hinweg fast 2 Stunden mit warten verbringen (da am Wochenende so selten Busse fahren). Für den Abend hatten wir in einem Sushirestaurant gleich um die Ecke einen Tisch bestellt und waren so ausgehungert, dass wir uns so wie noch nie auf das Essen gefreut haben. Alex und Tess haben sich eine Art Sushibuffet bestellt, wo sie zu einem Festpreis so viel bestellen konnten wie sie wollten und da ich kein Sushi mag, habe ich mir leckere Yakisoba Nudeln bestellt. Es war ein schöner letzter Abend in Floripa und wohlig gesättigt und erschöpft sind wir im Hostel schlafen gegangen. Doch die Mücken wollten uns auch nicht in der Nacht in Ruhe lassen und sind um unsere Köpfe geschwirrt und haben noch den ein oder anderen Stich hinterlassen.

Ostersonntag hatten wir wieder schönes, warmes Sonnenwetter. Ohne Ostereier und Messe sind wir in die Stadt aufgebrochen um Fahrräder für eine Fahrrastour auszuleihen. Nach einem langen, heißen Weg dahin kmen wir zu dem Laden und er war geschlossen!!!! Wir konnten es nicht fassen. Wir haben uns druchgefragt, aber niemand wusste, wo man Fahrräder leihen konnte. Unser Hostelguy meinte, er hat mit ihnen telefoniert aber anscheinend war das wieder typisch Brasilianisch: auch wenn man keine Ahnung hat, einfach Ja sagen und einem etwas sagen, was nicht stimmt oder wovon man keine Ahnung hat. So haben wir auf den Bus gewartet, der uns zu einem Strand, Praia Barra da Lagoa, perfekt für Surfanfänger, gebracht hat. Die Zeit war schon um einiges verstrichen sodass wir gar nicht mehr so viel Zeit hatten. Alex hat sich dann noch ein Board geliehen und sich in den Welen probiert, wärend Tess und ich unseren Wandercompagnon von Samstag wieder getroffen haben, der uns über das Kite surfen aufgeklärt hat. Nach einer kurzen, entspannten Strandzeit sind wir zum Hostel zurück gefahren, konnten uns noch duschen und unser Zeug zusammenpacken und sind nach Floripa reingefahren und haben noch am busterminal gegessen, bevor wir um 20 Uhr wieder Richtung Curitiba gefahren sind. Der Bus war nur so dermaßen kalt, dass man es fast nicht aushalten konnte und vor dem Taxistand in Curitiba war eine Menschenschlange, die ich am liebsten fotografiert hätte... Todmüde bin ich dann ins Bett gefallen und Ostern ist so gut wie an uns vorbeigezogen.

Ich wünsche euch ein wenig verspätet ein frohes Ostefest und hoffe, ihr habt die Ostertage schön entspannt mit den Liebsten verbracht. Das habe ich vermisst.