Cataratas do Iguaçu

20März2013

Heute morgen bin ich von einem fantastischen und überwältigenden 2 Tages Trip zu den Cataratas do Iguaçu wiedergekommen. Sonntag Nacht bin ich mit dem Nachtbus, die hier sehr bequem und komfortablen sind, etwa 10 Stunden nach Foz do Iguaçu gefahren und konnte ein wenig schlafen. Morgens habe ich dann ein vom Lonely Planet empfohlenes Hostel gesucht, die auch noch freie Betten hatten. Das Hostel war ein International Hostel und sehr cool, viele Internationale die man trifft und gut ausgestattet. Dort habe ich zunächst geduscht und auf Hanna, eine Freundin aus Passau mit der ich die Wasserfälle sehen wollte, gewartet. Als sie ankam waren wir echt froh, dass alles so gut geklappt haben und aus einer fixen Idee Wirklichkeit gewirden ist.

Wir haben mittags dann den Bus in den Nationalpark auf brasilianischer Seite genommen, der kleiner als der Argentinische ist, aber einen besseren Blick auf die Wasserfälle bietet. Und so war es wirklich. Wir hatten einen unglaublichen Panoramablick auf all die großen und kleinen Wasserfälle, die Seen und Wälder. Dort gibt es einen tollen Wanderweg, Trilha das Cataratas, den wir mit sehr weingen Touristen teilen mussten, sodass wir ganz viele schöne Fotos machen konnten. Es gibt mehrere Ausblickspunkte und am Ende des Wanderwegs einen Steg, der bis in die Mitte des Flusses führt sodass man von den Gewalten des stürzenden Wassers umgeben ist. Ein tolles und nasses Erlebnis! Danach sind wir einen Panoramaaufzug hochgefahren und hatten eine wunderschöne Sicht von oben auf die Wasserfälle. Nach einer kurzen Mittagspasue sind wir den anderweg zurückgelaufen und wieder aus dem Nationalpark rausgefahren.

In der Stadt haben wir einen Bus zu dem Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay genommen, wo sich der Rio Paraná und der Rio Iguaçu vereinen. Die Busfahrt war relativ lang sodass wir erst gegen 19 Uhr dort ankamen und der Busfahrer so lieb war und auf uns gewartet hat, da es wohl nicht ganz ungefährlich dort ist, denn es gibt viele Überfälle und ist nicht besiedelt. Also sind wir nur kurz hingelaufen, haben ein paar Fotos gechossen, die Obelisken angeschaut, die auf jeder Landesseite das Dreieck markieren und sind zurück zum Bus. Abends waren wir ziemlich ausgelaugt von den langen Busfahrten und der Wanderung, sodass wir in einer coole Bar mit Livemusik lecker gegessen und einen Caipirinha getrunken haben.

Am nächsten Morgen sind wir mit einem Bus vom Hostel und einem deutschen Paar, die auch studieren, und einem Italiener nach Argentinien rüber gefahren. Die Passkontrolle hat ziemlich lange gedauert und das merkwürdige war, dass wir gar nicht aussteigen mussten sondern nur der Guide vom Hostel unsere Pässe vorgezeigt hat. Im Nationalpark angekommen haben wir einen Bootstrip ausgemacht und sind den Sendero Verde, einen kurzen Weg durch den Dschungel, zur Estación Cataratas gelaufen, von wo aus zwei Wanderwege mit traumhaften Ausblicken auf die Wasserfälle abgehen.

Zuerst sind wir den Circuito Superior gegangen, den oberen Rundweg, bei dem man an verschiedene einzelne Wasserfälle kommt und die Sicht von Oben auf das herunterfallende Wasser hat. Danach sind wir den Cirucito Inferior gelaufen, der etwas länger und spektakulärer ist, denn man sieht mehr Wasserfälle und von unten die Gewalten auf einen zufallen. Die Argentinische Seite war leider ziemlich voll, sodass wir manchmal auf ein tolles Foto warten mussten, aber wir haben sie alle bekommen. Die beiden Wanderwege sind nur so umgeben von Grün, Bäumen, Palmen und Pflanzen, sodass man sich wirklich in einem Nationalpark fühlt. Am Ende des Circuito Inferior gibt es ein kostenloses Boot auf die Isla San Martín, doch die war leider gesperrt, da der Fluss zu hohes Wasser momentan trägt.

Von dort ging auch unsere Bootstour los, die uns auf zwei Seiten der Insel zu den Wasserfällen führte. Zunächst wurde vor einem Wasserfall ein Fotostop gemacht und danach sind wir mit Vollspeed auf die andere Seite genau vor einen großen Wasserfall gefahren wo wir plitschnass geworden sind. Die Regenjacken haben so gar nichts genützt, denn das Wasser ist uns überall reingespritzt. Doch das war noch nicht alles, zurück auf der anderen Seite sind wir wirklich unter den Wasserfall gefahren, wer jetzt noch nicht nass war, war es dann!!! Ein irres Erlebnis wie die Wassermengen auf einen niederprasseln, nur die Augen öffnen ging nicht ganz so gut... Zurück am Steg trieften wir nur so, doch da es schön warm war, war dies nicht so schlimm. Wir haben erst Mal eine Mittagspause gemach um dann den spektakulärsten Teil zu besuchen.

Von dem Anfangsausgangspunkt sind wir einen ruhigen Weg entlang nach oben zu der Garganta do Diablo, dem Drachenhals, gelaufen. Auf dem Weg haben wir wunderschöne Schmetterlinge gesehen und sind am FLuss entlang gelaufen. Oben angekommen beginnt der Steg, der einen an ruhigen Inseln zum oberen Punkt der Wasserfälle bringt. An der Garganta beginnt der ruhige Fluss sich in reißende Wasserfälle zu verwandeln. 13.000m^3 Wasser pro Sekunde stürzen in 14 Wasserfällen in einem Halbkreis 90 Meter in die Tiefe. Das Getöse des Wassermassen dringt einem sofort in die Ohren, das aufkommende Wasser wird in die Luft geschleudert und spritzt einem ins Gesicht, die Regenbögen die im Wasser spielen und einfach der gesamte Anblick dieses atemberaubenden Naurwunders ist ein unbegreifliches Erlebnis!

Man kann die Wasserfälle und ihre Einzigartigkeit gar nicht in Bilder und Wirte fassen, aber ich hoffe ihr habt einen guten EIndruck bekommen können. Unten am Eingang wartete schon das deutsche Päärchen auf uns und verkündete, dass die sich gerade verlobt haben! Wir haben das zunächst gar nicht so begriffen, doch ihren Finger ziehrte ein schöner, dezenter Ring und sie war noch ganz rot im Gesicht... Unser Guide vom Hostel kam sogar pünktlich und hat uns zurück zum Hostel, Hanna netterweise zur Busstation auf argentinischer Seite, gebracht und Abends habe ich den Nachtbus zurück nach Curitiba genommen und bin glücklich und heil heute morgen um 7 Uhr angekommen.