Country Festival

17März2013

Gestern sind wir auf dem größten Country Festival mit 50.000 Besuchenr und für die Brasilianer dem größten Ereignis hier gewesen. Offizieller Beginn war um 19 Uhr sodass wir hier gegen 17 Uhr losgefahren sind und genau dann hat es angefangen zu schütten. Wir haben uns also unsere Regenjacken geschnappt und gehofft, dass es sich jetzt ausregnet und wenn wir ankommen vorbei ist. Die Busse waren voll mit Menschenmassen und an dem Messegelände, außerhalb der Stadt bzw am Stadtrand, ging gar nichts mehr. Überall standen Autos und Polizisten, Stau ohne Ende aber von überall tönte lautstark Musik und wurde getanzt. Wir waren um kurz vor 19 Uhr da und haben uns erst Mal direkt am Eingang in eine Art Zelt gestellt, da es immernoch regnete und haben unsere Schuhe ein wenig getrocknet. Nach längerem Soundcheck ging es dann gegen 19.45 los und es fing eine wohl nicht ganz so beliebte Band an. Insgesamt sollten 9 Bands performen: Im Sertanejo singen meistens 2 Männer, in engen Hosen, zusammen (außer Michel Telo und Gustavo Lima, die man in Deutschland kennt, singen alleine). Es hat immer eine Band eine halbe bis ganze Stunde gespielt, viel geredet wie toll Curitiba, wie hübsch alle Leute hier sind und was eine tolle Stimmung auf dem Festival herrscht. Danach fuhr auch für eine halbe bis ganze Stunde ein trio elétrico (ein Lastwagen, auf dem eine Band spielt und aus ohrenbetäubenden Lautsprechern die Musik dröhnt) durch die Masse und hat am Anfang mehr Stimmung als manche Band gemacht. Zum Glück hat es den ganzen Abend nicht mehr geregnet aber das Gelände war so plitschnass, dass es überall schlammig war. Wir haben viel getanzt und mitgesungen (Ich eher weniger :) ). Die Paarbörse war auch hier unbeschreiblich hoch und manche waren so hartnäckig, dass man echt Mühe hatte sie loszuwerden und ihnen zu signalisieren, dass man keine Lust zum Tanzen hat... Gegen Mitternacht kam eine Band, die nur alte Lieder gespielt hat, was die ganzen Brasilianer mitgröhlen konnten, aber absolute Stimmungskiller waren, da es meistens sehr ruhige Töne waren. Das hat uns echt runtergezogen, zumal die Füße anfingen zu schmerzen und man leicht durchfröstelt war durch die nassen Füße. Aber wir mussten auf eine Band warten, Jorge e Matheus, die die Mädels unglaublich gut  finden. Ich war schon so müde dass ich am liebsten gegangen wäre, besonders weil diese schlechte Band 1,5 Stunden performt hat und danach ja auch wieder erst Mal ein trio elétrico kam. Zum Glück kamen danach Jorge e Matheu und die Mädels haben sich so gefreut und wir haben noch Mal schön getanzt und Spaß gehabt. Um 3 Uhr sind wir dann nach Hause gefahren und waren alle froh unsere Füße hoch zu legen, habe aber Gustavo Lima dann nicht mehr miterlebt..

Es war ein teilweise lustiges, teilweise sehr gewöhnungsbedürftiges Event für mich, hat sich aber gelohnt und war eine Erfahrung! Noch Mal werde ich das aber nicht mehr mitmachen. Heute Nacht fahre ich nach Foz do Iguacu und treffe Hannah, eine Freundin aus Passau mit der ich mir Montag und Dienstad die Wasserfälle anschauen werde. Das wird ein Highlight!