Die letzten Tage in Curitiba...

01Aug2013

So langsam geht meine Zeit in Curitiba zu Ende...doch noch nicht in Brasilien!! Heute mache ich mich auf zu meiner großen Abschlussreise in den Nord-Osten - Das Brasilien, was wir Europäer kennen. Samba, Fußball spielende auf der Straße, Party, Strände... Zunächst gehts nach Salvador, wo ich bei einem Mädchen aus Passau wohnen werde und der Rückflug ist aus Recife, Anfang September, gebucht. Was mir dazwischen so passiert, weiss ich noch nicht. Ich bin gespannt und freue mich riesig auf die tolle Reise!

Die letzten drei Tage hier in Curitiba waren aber auch nochmal Turbulent. Montag erzählte mir ein Mitstudent, dass meine deutsche Kunstgeschichslehrerin nicht kommen wird, da ihr Haus letzte Woche abgebrannt ist. So habe ich mich sofort bei ihr erkundigt, wie es ihr geht und ob sie Hilfe braucht. Ich bin Dienstag direkt zu ihr aufs Land gefahren. Was ich dort gesehen habe, war sehr bewegend. Der Kamin stand noch, sonst nur ein großer Haufen verbranntes, unbestimmtes, ein paar Papiere, was dort lag, wo mal das Haus gestanden haben muss. Erst vor einem Jahr sind sie in das selbstentworfene Holzhaus auf dem Land eingezogen und ein nicht richtig zusammengeschweistes Kabel hat einen Schwelbrand ausgelöst. Die eine Tochter schlief über eine Stunde im Nachbarzimmer, bis sie aufwachte und den Rauch im Zimmer sah. Alles ging sehr schnell. Das öffnen der anderen Kinderzimmertür löste dann den katastrophalen Brand aus, der das Haus zerstörte. Zum Glück ist der Familie nichts passiert, doch sie haben wirklich alles verloren- alle Geschichten, Kulturen, alles was sie gesammelt und aufgebaut hatten. Doch schon in der einen Woche ist so unglaublich viel passiert. Es kommen Spenden über Spenden. Von Geld über Klamotten, Haushaltsgeräte bis hin zu Zement, Steinen, Baumaterial. Es ist unglaublich schön zu sehen, wie stark sie mit dem Unglück umgehen. ich war sehr froh, ihr ein wenig helfen zu können, wenn auch nur mit guten, ablenkenden Gesprächen. Es ist schön zu sehen dass sie sowohl weinen als auch lachen können und wirklich gute Freunde haben.

Bevor ich nun fliege, musste auch noch mein Zimmer ausgeräumt, geschrubbt und ein Wäschemarathon eingelegt werden. Doch soviel habe ich zum Glück nicht hier, sodass das sehr schnell ging. Gestern Abend waren dann noch meine deutschen Freunde auf ein Glas Wein da und Katty hat mal wieder ein spontanes Abendessen gemacht, mit Freunden von ihr. Fisch-Paella gabs...Es war ein sehr netter, letzter Abend.

 

Jetzt mache ich mich mit gepacktem Bagpack auf zum Flughafen, zu einer wundervollen Abschlussreise, vielen neuen Erlebnissen und Überraschungen.