Ilha de Itamaracá

19Aug2013

Bei stroemendem Regen, ueberfluteten Strassen (da kein Abwassersystem), bin ich gestern morgen in Recife angekommen. Von da aus habe ich ungefaehr 3 Busse auf eine kleine Insel, ca 40 km noerdlich, genommen. Dort, immer noch im Dauerregen, angekommen habe ich ein Sammeltaxi zum Forte Orange genommen. Die zwei Freunde des Taxifahrers fuhren auf meinem Backpack im Kofferraum mit. Die Pousada, viel zu ueberteuert meiner Meinung nach, gab mir ein paar Infos und ich habe fuer 2 Naechte gebucht.

Zuerst bin ich zum Projekt Peixe-boi (Seehuh) gefahren. Es war mehr als enttaeuschend. Zunaechst ein mehr als lieblos zusammen gestellter Film ueber die Seekuehe und Delphine, dann ein winziges Museum mitausschliesslich Skeletten von Seekuehen, Delphinen und Walen und dann zwei Becken, unglaublich klein und dreckig, mit jeweils 4 und 8 Seekuehen drin. Auf dem Gelaende, was man aber nicht betreten durfte, waren noch mer Becken fuer 16 Seekuehe, die dort "aufgepaeppelt" wurden, bevor sie wieder ins Meer duerfen. Obwohl die Tiere mehr als scheusslich sind, taten si mir doch leid. In einem angeblich schuetzendem Projekt so wenig Platz zu haben. Teilweise waren die Tiere schon 20 Jahre in der Station (die es seit 50 Jahren gibt).

Danach bin ich zum Fort Orange gegangen, einem Fort der Hollaender aus dem Jahre 1631, dass direkt neben dem Seekuh-Projekt liegt. Doch viel uebrig geblieben ist nicht. Als die Portugiesen ins Land kamen, haben sie das Fort zerstoert und zu einem eigenen umgebaut in 1654. Man sieht eigentlich nur noch die Umrisse der Aussenmauer. Von dort bin ich in die Vilha Velha gefahren. Der Weg dorthin, wunderschoen. Mit Palmen und Mangobaeumen umsaeumte Strasse. Aber diese Altstadt war sehr arm. Ein paar kleine, einfache Haeuser und eine Kirche, die keine Fenster hat. Es gab aber eine Aussicht auf das Meer.

Enttaeuscht zurueck in der Pousada habe ich ein Couscous gegessen und bin heute morgen weitergefahren. Noch eine Nacht waere ueberfluessig gewesen...