Ilha do Mel

26März2013

Am Wochenende bin ich mit vier Freunden auf die Ilha do Mel, Honiginsel, gefahren. Den fließenden Honig haben wir leider nicht gesehen aber dafür unendlich weite Strände und Naturschutzgebiete. Wir sind Samstag ganz entspannt zu dritt mit dem Auto bis zu einer Fähre gefahren, denn die Insel ist Autofrei. Mit einem kleinen Tuckerboot sind wir Mittags auf der Insel angekommen und haben die Pousada (Hostel) von zwei Freunden gesucht, die schon Freitag Morgen losgefahren sind. Dahin sind wir über einen kleinen, zugewachsenen und von Pousadas und Restaurants umgebenen Weg gelaufen und zum Glück hatten sie auch noch ein Zimmer für uns frei.

Die Insel ist etwa wie eine Acht geformt, der größere Teil ist komplett Naturschutzgebiet und da gibt es auch nichts bzw da kommt man auch nicht hin. An der Mitte der Acht liegt die Straße mit den Pousadas und an dem kleineren Ende sind wunderschöne Strände, ruhiges und aufbrausendes Meer und eine Grotte. Zu dieser sind wir dann aufgebrochen und zunächst ein wenig durch den Wald gelaufen bevor wir dann an drei Stränden, über Steinbrocken und einen Hügel zur Grotte gekommen sind. Eigetlich sollte das Ganze nur 40 Minuten laut Einheimischen dauern, doch alleine über diese Steinbrocken zu kommen hat schon eine gute halbe Stunde gedauert, da diese sehr weit auseinander sind und unterschiedlichen Höhen haben. Das Wetter war perfekt, sonnig mit Wind und leichten Wolken sodass es nie zu heiß war. 

An der Grotte angekommen waren wir ein wenig enttäuscht, denn diese ist wirklich klein. Ein kleiner Felseingang im Wasser. Mehr aber auch nicht. Nach einer kurzen Pause sind wir dann in die zweite Stadt, nahe bei der Grotte, gegangen und haben auf dem Rückweg nach dem überqueren der Steinbrocken eine große Pause am Strand gemacht. Da hat sich das Wetter schon wieder ein wenig zugezogen aber zum Schwimmen wurde man trotzdem nicht abgehalten! 

Zurück in dem Städtchen bei unserer Pousada haben wir die anderen zwei Jungs mit einem weiteren Freund getroffen und haben uns gemütlich fertig gemacht, ein wenig in der Hängematte gelegen bevor wir nach dem Abendessen an den Strand zusammen gegangen sind. Wir waren die einzigen und so war es herrlich ruhig und gemütlich. Ab 22 Uhr sollte eine Party in einer "Disko" stattfinden, doch die war ziemlich schlecht. Eine Band hat hauptsächlich schlecht gecovert Bob Marley gesungen, denn an dem Wochenende war auch eine Studentengruppe aus Amerika da, die total darauf abgegangen sind und so die band animiert haben zum weiter spielen. Wir haben uns dann irgendwann wieder zu unseren Hängematten begeben um wenig später ziemlich müde ins Bett zu gehen.

Sonntag hatten wir eine Delphin-Tour geplant. Am Abend zuvor kam nämlich noch ein Inselbewohner zu uns, den Anna schon vom letzten Mal kannte, der uns eine Tour angeredet hat und viele weitere spannende und unspannende Dinge. Ein echtes Verkaufstalent und er hat wirklich jeden Angesprochen. Doch leider hat es den kompletten Tag geregnet und somit ist auch die Tour aus irendwelchen zwielichtigen Gründen ausgefallen. Wir hatten uns unglaublich drauf gefreut, denn dort in der Nähe liegt das Liebesbecken der Delphine und somit ist einem die Sicht auf sie garantiert, doch vielleicht war es am Ende gar nicht so schlecht, denn das Wetter wurde nicht besser. So sind wir zurück in die Pousada, haben ein Spiel gespielt, sind dann noch Mal an den Strand wo Anna und zwei der Jungs gesurft sind und dann recht früh wieder mit der Fähre auf Land übergesetzt. So kamen wir recht früh abends in Curitiba an und ich wurde schon von selbstgemachter Pizza in meiner WG begrüßt.

Eine wirklich schöne Insel mit tolen Stränden, nur leider wollte das Wetter nicht so wie wir...