Kindergeburtstag

05Juli2013

Die Woche fing mit dem Geburtstag vom kleinen Sebastian an. Er ist 5 geworden und wurde zunächst in der Schule schön gefeiert und danach bei uns. Doch ein Kindergeburtstag war es nicht so wirklich. Ein Freund aus der Schule, der aber auch schon älter nämlich 9 ist, war da und sonst Freunde von Katty. Sie überlegt noch einen richtigen Geburtstag für ihn zu machen mit seinen Freunden, aber da spielt mal wieder die Geldnot eine große Rolle. Hier werden Kindergeburtstage, soweit ich das mitbekommen habe, unfassbar groß gefeiert. Das kann Nachmittags anfangen und bis später in den Abend/die Nacht rein gehen. Egal um welches Alter es sich handelt. Die Kinder und Eltern feiern zusammen und es ist ein unglaublicher Lärm. Wer da eher mit wem befreundet ist (Mütter/Eltern oder Kinder), spielt glaube ich nicht so wirklich eine Rolle. Die Kinder bekomme einen Haufen an Geschenken, die Eltern dekorieren die Location bunt und es gibt unmengen an Essen - süßes und salziges. Es werden Spiele gespielt und Unsinn gemacht. Es erinnert mich wieder ein wenig an die (Nord)Amerikaner! Ich habe auf jeden Fall meine zwei - obwohl, Sebastian hatte ich ja schon - neuen Freunde an dem Abend gefunden!

Diese Woche wurde es noch kälter und ich habe mich tagsüber, beim Hausarbeiten schreiben mit viel Tee und Decken gewärmt. Oft ist es im Haus viel kälter, als draußen. Dienstag, nachdem ich meine Hausarbeit über Mozart und Michael Jackson fertig hatte, habe ich einen deutschen Glühwein gemacht, der allen sehr gut geschmeckt hat! Er war schnell lehr und Katty und Camilo wollten unbedingt mein Rezept haben. Hier ist der Glühwein sehr süß, denn sie schütten viel viel Zucker rein und setzen ihn mit Ingwer an. Danach kommt noch Wein dazu und das war es eigentlich. Mittwoche habe ich mich wieder der Uni zugewand und meine zweite Hausarbeit für Kulturwissenschaften geschrieben: über die Kulturindustrie am Beispiel des Westernfilms aus Hollywood mit dem Cowboy als Leitfigur. Auch ein sehr witziges Thema. Eigentlich soll das eine Gruppenpräsentation werden, doch da die genau dann statt findet, wenn ich beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro als Voluntärin sein werde (die letzten zwei Juli-Wochen!), muss ich eine schriftliche Arbeit abgeben. Die habe ich Mittwoch auch schon fertig bekommen. So seht ihr, ich widme mich ganz und gar der Uni momentan. Am Wochenende kommt noch eine Hausarbeit in Kunstgeschichte und nächste Woche eine Klausur in Literaturwissenschaften - dann bin ich hoffentlich durch! Und das spannende Abendteuer des Weltjugendtages wartet auf mich. Meine Aufgabe wird sein, Texte ins Deutsche zu übersetzen und diese Woche hatte ich auch gleich schon den Ersten in meinen Mails.

Die Proteste haben ihren ersten Erfolg in Curitiba eingefahren: Diese Woche wurden die Buspreise wieder verringert, um 15 Centavos!