O Linda viagem...

02Sept2013

Von Pipa ging es zurück Richtung Recife, von wo aus ich meine Rückflug nach Curitiba Montag hatte. Doch ich bin nicht nach Recife, sondern Olinda gefahren und habe dort zwei Nächte verbracht. Olinda liegt etwas nördlich von Recife und ist eine der ältesten Städte Brasiliens. Es hat unzählige sehr sehenswerte Kirchen und Museen, die mit die einzigen in dieser Anzalh sind, die es in Brasilien noch gibt. Abends, nachdem ich Samstag angekommen bin habe ich einen kurzen Übersichtsspaziergang nach Se, dem hauptteil auf einem Berg, gemacht, von wo aus man einen wundervollen Überblick über Olinda bis nach Recife hat. Gegessen habe ich auf einem Hauptplatz in der Nähe von meinem Hostel bei Livemusik. Ich habe mir ein Zimmer mit zwei Brasilianerinnen (Sao Paulo und Florianopolis) geteilt, die sehr nett und interessant waren. Wir haben noch lange geredet bevor wir eingeschlfen sind. 

Mit dem Mädchen aus Sao Paulo habe ich nach dem Frühstück eine Olinda-Tour gemacht. Wir sind einen Rundweg gegangen und haben uns alle schönen Kirchen, bunte Gässchen und andere Sehenswürdigkeiten angeschaut. Leider hat es ein wenig geregnet, aber dass hat den tollen Bauten nicht viel genommen. Doch waren wir beide ein wenig enttäuscht. Jeder sagt, man muss nach Olinda fahren und es sei so schön, sodass wir wohl etwas hohe Erwartungen hatten. Es lohnt sich definitiv einen Tag in Olinda zu verbringen, aber besser ohne viel Schwärmerei davor. Wir haben noch zusammen gegessen und dann ist sie weitergereist. Nachmittags habe ich im Hostel einen sehr interessanten Deutschen kennengelertn, der 2 Jahre mit seinem Motorad durch lateinamerika reist, aber sehr locker. Mal fliegt er nach Deutschland, dass im Winter in die Karibik zur Segelweltmeisterschaft, danach macht er in Brasilien weiter... Ein Leben! Er wollte eine kleine Spritztour den Strand entlang mit mir auf dem Motorrad machen, aber da es wieder geregnet hat und ich keine richtigen Motorradmäßigen Klamotten, ist er alleine weiter. So habe ich einen kleinen Bummer über den Artesania-Markt gemacht und habe verschiedenen Musik und Tanzgruppen bei ihren Proben und Auftritten zugeschaut. Sehr bunt und fröhlich. Beim Abendessen im selben Restaurant wurde es dann auf einmal Turbulent. Schrecken, Erstaunen, Unsicherheit und Unbehaglichkeit breitete sich in mir aus. Von einer Show in der Nähe rannten alle Jugendlichen, geschätzt zwischen 16 und 19 Jahren alt, mehrere Hunterte auf einmal los, über die Straßen, Busse schlagens, schreiend. Alle Leute im Restaurant sind sicherheitshalber ein wenig zusammen gerückt. Es gab ein Knall, aber ich konnte nicht ausmachen, was es war. Auf der einen Seite wurden Jungs von Polizisten durchsucht, andere Gruppen haben sich gestritten und waren kurz vor einer Schlägerei. Einige sind in die nächsten Busse und weggefahren. Der Kellner meinte dass wäre alles nicht so schlimm und gleich vorbei - so war es auch - aber ich habe mich doch unwohl gefühlt. Als sich der Tumult auflöste, haben sich doch tatsächlich zwei Frauen neben mir von einem bekofften und Vodka-pur trinkendem Tattoos auf der Straße stechen lassen. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Der Abend war echt ein verrückter Abschluss.  Als ich später im Hostel mit der Frau aus Floripa über die Jugendlichen gesprochen habe, meinte sie, das waren hauptsächlich Taschendiebe und sie ist auch direkt ins Hostel gegangen weil man nie weiss, was sie als nächstes machen.

Morgens habe ich meine Sachen gepackt und ein Taxi zum FLughafen genommen. Der etwas ältere Mann hat mir dann noch beim durchfahren durch Recife ein paar Sehenswürdigkeiten gezeigt in der Altstadt. Dann ha er mir noch einen Strand gezeigt, doch Recife ist bekannt für seine Haie und Attacken, sodass ich froh war nur dran vorbei zu kommen. Der Flughafen hat mich echt überrascht. So modern, sauber, ordentlich, mit vernünftigen Geschäften. Und Recife ist jetzt nicht die beduetenste Stadt, im gegensazt zu Rio, Sao Paulo und Brasília, die alle sehr alte, kleine und abgenutze Flughäfen haben. Ob sich da noch was bis zur WM verändert?

Abends bin ich wieder im grauen, regnerischen Curitiba angekommen und wäre am liebsten wieder in den Nordosten geflogen. Ich hatte einen so wunderbaren Monat, habe viele tolle Plätze und Menschen kennen gelernt, war frei und konnte machen, wozu ich Lust und Spaß hatte. Die Reise hätte ruhig noch viel länger gehen können. Doch so habe ich noch einiges zu entdecken wenn ich hoffentlich eines Tages wieder nach Brasilien komme!