Salvador da Bahia

04Aug2013

Meine grosse Reise beginnt in "der" Stadt Brasiliens, die das wahre Brasilien zeigt. Salvador da Bahia. Im schoen warmen Nordosten bin ich also angekommen und zu einer Freundin aus Passau, die auch gerade ihr Auslandssemester macht, untergekommen. Zunaehchst haben sie und ihr peruanischer Freund eine Touri-Tour durch die Altstadt. das Pelourinho, gemacht. Im Vergleich zu Curitiba strahlt die Stadt nur so. Die Haeuser sind bunt, genauso wie die Leute bunt gemischt sind. Alles scheint so froehlich. Doch der Schein truegt, denn Salvador ist einer der gefahrlichsten Staedte Brasiliens. Ueberfaelle, Taschendiebe, dass ist Alltaglich. So war ich wirklich froh, dass ich mit den beiden unterwegs war, die sich auskannten und ich mit Leuten unterwegs war. Wir sind an schoene Plaetze gekommen, haben eineige Kirchen gesehen, ich war auf den Spuren meines Spezialgebiets des Michael Jackson unterwegs - auf einem Platz steht ein Papp-Michael-Jackson, da er dort mit der beruehmten Trommelgruppe Salvadors "Olodum" sein Video zu dem Lied "they don't care about us" aufgenommen hat. Danach sind wir zu einem grossen Markt gegangen, der alles moegliche hatte und wir um einiges gefeilscht haben. Nachmittags sind wir auf eine Halbinsel gefahren,wo die beruehmte Kirche Bomfin steht. Die im Winde wehenden Gluecksarmbaender, die ein Muss sind, saeumen die Kirche, in der gerade ein Gottesdienst stattfand. So haben wir ihn ein wenig verfolgt und uns das Interior angeschaut, was auch sehr zu sehen ist. Zum Abschluss unserer Tour sind wir auf der gleichen Insel in die Preisgekroente, beste Eisdiele Salvadors gegangen. Und das Eis hat wirklich einfach nur toll geschmeckt. Abends, nach ein wenig ausruhen sind wir dann nochmal ins Pelourinho gegangen, da dort immer kostenlose Livekonzerte stattfinden. Wir haben ein Acaraje, die typische frittierte Bohnenmase mit Shrimps, gegessen und waren danach auf einem sehr abwechslungsreichem Konzert.

Nach einem schoenen ausfuehtlichen Fruehstueck am nachesten Tag sind wir zu einem Leuchtturm gefahren, dem Farol da Itapuã, der an einem sehr schoenen, ruhigen Strand steht. Wir sind den Strand lang gelaufen, konnten dann aber leider nicht auf den Leuchtturm drauf und sind was Essen gegangen. Das naechste salvadorianische Spezialgericht: moqueca. Ein Fisch-Kokosmilch Eintopf. Sehr lecker. Danach haben wir uns ein schattiges Plaetzchen gesucht und sind schwimmen gegangen, bei waremn Wasser und kaum Wellengang. Von der Sonne verwoehnt sind wir abends auf den Abschiedsabend von einer Freundin von Alice gegangen. Dort habe ich auch ein weiteres Maedchen aus Passau getroffen, die ich schon kannte, mich aber nicht dran erinnern konnte.. Wir haben lange gequatscht und danach war ich noch froher, nicht in Salvador studiert zu haben. Sich nicht wirklich frei bewegen zu koennen bzw zu trauen und immer Sprueche hinterher gerworfen zu bekommen, ist dann doch nicht noetig. Zumal die Uni wohl auch sehr unorganisiert ist. Sie haben bis vor kurzem keinen Sprachkurs auf die Reihe ekommen und offiziell eingetragen in die Kurse sind sie auch nicht. Da hatte ich wohl ziemliches Glueck mit meiner Uni...

Bei Alice zu Hause hat ihr Mitbewohner eine Ueberraschungs-Geburtstagsfeier fuer seinen Freund gemacht, bei der wir dann noch "teilgenommen" haben. Er hatte einen wundervolle Anpfelstrudelkuchen gebacken. In der Nacht hatte ich dann auch ein paar mehr Mitschlaefer im Wohnzimmer, musste aber morgens auch frueher los, da ich mih ins Innere von Bahia aufgemacht habe... Salvador ist auf alle Faelle ein Muss zum Sehen, aber mit viel Vorsicht zu geniessen!