Wo ist die Zeit geblieben?

05Sept2013

6 Monate? So lange? So kurz? So schnell? In den letzten Tagen sind mir unteranderem diese Fragen immer wieder durch den Kopf gegangen. Meine Brasilienzeit ist zu Ende. Es geht wieder zurück ins schöne Deutschland, zu Familie und Freunden. Doch kommt es mir vor, als wäre ich erst ein paar Wochen hier gewesen. Als hätte ich so vieles nicht gemacht, gesehen, erlebt. Dabei habe ich für die kurze Zeit alles mitgenommen, was ich mitnehmen konnte. Ich habe unglaublich schnell und viel Portugiesisch gelernt, habe tolle neue Leute getroffen und Freundschaften geknüft, habe die Uni erfolgreich abgeschlossen, bin in alle wichtigen, sehenswerten und wunderschönen Kulturen eingetaucht und habe das Land kennengelernt. Doch es gibt noch so viel mehr zu machen. Da muss ich einfach noch Mal zurück kommen, und dass liebend gerne.

Meine letzten 3 Tage in Curitiba waren vollgepackt. Als ich hier in der Kälte ankam, hat schon eins von Kattys Abendessen auf mich gewartet und Anna, eine Freundin aus Passau die jetzt in mein Zimmer gezogen ist. Wir haben bis spät gequatscht und ich bin erschöpft von der Reise eingeschlafen. Am nächsten Abend habe ich ein Abendessen für meine deutschen Freunde hier gemacht. Es war wundervoll alle noch Mal nach so langer Zeit zu sehen und sich richtig verabschieden zu können. Mittwoch bin ich mit ALex noch zum Mercado Municipal, eine Art Kleinmarkthalle Frankfurt mit Obst und Gemüseständen, Fisch und Fleischtheken, Nüssen, Süßem, Wein und anderen Leckereien, gegangen, haben dort zu Mittag gegessen und sind danach noch durch die Stadt geschlendert. Abends habe ich mit Anna gekocht und Marco, ein deutscher Austauschstudent der Kontakt über meinen Blog mit mir aufgenommen hat, ist noch gekommen, sodass wir uns noch richtig kennen lernen konnten. Heute, kurz vor meinem Abflug, war packen angesagt, ich habe Luana getroffen, Alex kam noch vorbei und Katty und Yoscar bringen mich netterweise mit dem Auto zum Flughafen (das Auto haben sie neu...). Also mir wurde hier wirklich nicht langweilig und ich habe auch das Ende in Curitiba gut nutzen können.

Jetzt freue ich mich auf zu Hause und werde dort wohl erst richtig zurückblicken können, auf das halbe Jahr, meine Erlebnisse, Erfahrungen und eine reiche brasiliansiche Kultur.